Die Bestattungskultur im Kosovo ist reich an Traditionen und Bräuchen, die oft tief in religiösen und familiären Werten verwurzelt sind. Da die Bevölkerung des Kosovo hauptsächlich muslimisch
ist, spielen islamische Bestattungsriten eine zentrale Rolle. Es gibt jedoch auch Einflüsse anderer Kulturen und Traditionen, die die Bestattungskultur im Land prägen.
Islamische Bestattungsriten:
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Waschung des Leichnams:
- Der Verstorbene wird von Familienmitgliedern oder speziell dafür ausgebildeten Personen rituell gewaschen.
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Einhüllung:
- Der Leichnam wird in weiße Tücher (Kefen) gehüllt.
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Totengebet:
- In der Moschee wird ein spezielles Gebet für den Verstorbenen gesprochen.
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Beisetzung:
- Der Leichnam wird in einem Sarg oder, wenn es die Friedhofsordnung erlaubt, ohne Sarg direkt in die Erde gelegt. Dabei wird der Kopf des
Verstorbenen in Richtung Mekka ausgerichtet.
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Trauerfeier:
- Nach der Beisetzung versammeln sich Familie und Freunde, um des Verstorbenen zu gedenken und Beileid auszusprechen.
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Trauerzeit:
- Die Trauerzeit beträgt in der Regel 40 Tage, in der die Familie des Verstorbenen besondere Rücksichtnahme und Unterstützung erfährt.